Wettkampf Salzburg, Tilburg, Cross EM in Samorin

Nach dem Trainingslager in Dullstroom habe ich beim Hausarzt erstmal ein großes Blutbild machen lassen, um einen Vergleich mit den Werten vor dem TL zu haben. Die Werte zeigen mir, dass ich gut auf die Höhe reagiere und für die Zukunft weiter darauf setzen kann. Jetzt geht es darum zu erfahren, wie sich das Training im Wettkampf umsetzen lässt.

 

Wettkampf Salzburg (AUT)

Ein erster Test drei Tage nach der Höhe, sollte der 8,7 km EAA-Crosslauf in Österreich sein. Diesen habe ich mir bewusst ausgesucht, um direkt nach dem TL zu schauen, wie mein Körper mit der Umstellung auf „normale Höhe“ zurecht kommt und ich das Trainingslager verkraftet habe. Zu Beginn des Rennes habe ich mich erst einmal zurückgehalten, da ich meinem Körper die Chance geben wollte, erst einmal in den Wettkampf rein zu finden.

Nach etwa 3 km habe ich dann aber den ersten Test gestartet und mich von Patz 10 mit einem schnellen Kilometer mit 3 weiteren Athleten (David Nilsson (SWE), Valentin Pfeil & Andreas Vojta (AUT)) sofort abgesetzt. Immer wieder setzte ich Attacken, ich hatte ja nichts zu verlieren, und wollte einfach testen, wie ich mich fühle, da die Quali für die Cross-EM erst in Tilburg anstand. Ich konnte mich dann mit David Nilsson von den zwei Österreichern lösen und bis 800 m vor dem Ziel, waren wir noch zu zweit. Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt richtig gut und setzte deshalb dort sehr früh zum Endspurt an. Es waren wirklich 100 m wie für einen Zieleinlauf und damit konnte ich mich einige Meter absetzen und vergrößerte meinen Vorsprung noch auf 15 Sek bis zum Ende des Rennens. Mit einem Sieg direkt nach dem TL zu starten ist natürlich sehr erfreulich und zeigt mir, dass ich gut trainieren konnte und alles passt.

Der erste Härtetest sollte dann aber in Tilburg folgen.

 

Wettkampf in Tilburg (NED)

Leider hatte ich mich vor dem Wettkampf etwas erkältet, wobei sich meine Beine immer gut angefühlt haben, daher war ich auch sehr positiv gestimmt, dass die Quali TOP 10 nicht ein allzu großes Problem für mich darstellen sollte.

Das Rennen begann wahnsinnig flott, wobei ich mich spontan entschloss sofort die Führung zu übernehmen. Nach 500m sortierte ich mich an 6. Stelle ein, um im etwas im Windschatten zu bleiben. Doch bereits nach einer Runde drehte der spätere Sieger Napoleon Solomon (SWE) auf und ich musste zusehen, mich von meiner hinteren Position nach vorne zum Führenden zu arbeiten. Bereits nach 3 km waren wir als Führungstrio (mit Kahlid Choukoud, NED) 100 m vor dem restlichen Feld. Der Schwede hatte mit seinem Antritt beabsichtigt sofort das Feld zu sprengen, was ihm auch gelungen war. Nach ca. 5 km musste auch ich einsehen, dass das Tempo ein Stück zu schnell war und ich ließ den Führenden ziehen und wechselte mich mit dem Niederländer im Verfolgerduo ab.

Zwischenzeitlich vergrößerte sich der Vorsprung vom Führenden auf mich auf bis zu 20 Sek aber in der Schlussphase zog ich nochmal kräftig an, um mich vom Niederländer zu lösen, was gelang. Ich beendete das Rennen mit Platz zwei und nur 6 Sekunden hinter dem Sieger.

Sofort im Anschluss fand die Siegerehrung statt, die wie immer ein toller Abschluss in Tilburg ist, wo dem Sieger ein riesen Wanderpokal übergeben wird.

Mit dem zweiten Platz bin ich doch sehr zufrieden und Tilburg ist immer ein guter Gradmesser, wo es bei der Cross-EM hingehen kann.

 

Cross-EM in Samorin (SLK)

Das Rennen fand auf dem Olympiatrainingszentrum der Slowakei statt, genauer gesagt auf dem Gelände der Reiter. Leider war der Kurs sehr schnell gesetzt, nur über Gras, und der Boden war für Crossverhältnisse sehr hart. Es waren insgesamt 10,180m zu laufen (Start, 2 kl. Runden, 6 gr. Runden). Die ersten 4 km konnte ich mich vorne halten und konnte das schnelle Tempo danach leider nicht mehr halten, sodass ich abreißen ließ. Am Ende erreichte ich in dem Top Feld mit 80 Teilnehmern den 12. Platz.

Mein Ziel war es sicherlich deutlich weiter vorne zu landen. Im Nachhinein muss ich aber eingestehen, dass ich im Winter mit meiner Vorbereitung einfach noch nicht so weit war, um eine Medaille zu holen.

 

Ich freue mich nun aber bereits auf die kommenden Aufgaben. Ich werde eine Hallensaison bestreiten, um mich für die Hallen-WM in Birmingham zu qualifizieren.