Trainingslager Dubai, Silvesterlauf Peuerbach, Trainingslager Monte Gordo

In Dubai (21.12.-30.12.2016) und Monte Gordo (02.01.-13.01.2017) standen zwei Trainingslager an, die wir aufgrund des warmen Klimas und der guten Bedingungen aussuchten, damit intensiveres Training im Hinblick auf die Hallensaison möglich ist. In Deutschland hatte es die letzten Wochen ja teils heftig geschneit und die Temperatur fiel bis minus 20 Grad, da war es wohl die richtige Entscheidung in den Süden zu fliehen. Zwischen den beiden Trainingslagern ging es nach Peuerbach zum traditionellen Silvesterlauf.

 

Dubai:
Dieses Trainingslager hat sich angeboten, weil meine Schwester dort beruflich tätig ist. Bei Temperaturen zwischen 17-32 Grad konnte ich mich gut auf die bevorstehende trockene Hallenluft einstellen.

Es stand aber nicht nur Laufen auf dem Programm, sondern auch Alternativ-Einheiten auf dem Rad oder im Schwimmbad. Dies hatten wir bewusst eingeplant, denn bereits in Deutschland hatte ich zwei umfangsbetonte Wochen  in den Beinen und mit Monte Gordo wusste ich, dass die nächsten  intensiven Wochen anstehen.

Die erste Einheit begann meist bereits um 9Uhr und bestand aus einer kompletten Trainingseinheit (Dauerlauf mit Krafteinheit oder Sprints / Tempoläufen / Langer Dauerlauf), deshalb gab es bereits um 7Uhr Frühstück. Von 10-16Uhr war es immer sehr heiß, deshalb musste ich genau schauen, wann ich zum Trainieren komme.

Am Abend stand dann eher eine kleine Einheit an (meist Alternativ). Diese Tage waren zum Kraft tanken da, damit in Peuerbach wieder angegriffen werden konnte und in Monte Gordo die Quantität und Qualität im Training möglich ist.

 

Peuerbach:

In Peuerbach ging es zum Silvesterlauf, um das Jahr mit einem guten Rennen ausklingen zu lassen. Das Feld war wie immer gut besetzt, deshalb zählt dieser Silvesterlauf auch zu den besten weltweit. Aus Österreich, Serbien, Tschechien, Slowenien, Deutschland kommen immer die allerbesten Läufer aus Ihren Ländern und mit zwei Kenianern, die Bestzeiten von je 13:10min über 5.000m aus dem Jahr 2016 aufzuweisen haben, waren auch einige der Weltbesten am Start.

 

Durch die kühlen Temperaturen (- 4Grad) wurde es diesmal nicht ganz so schnell wie in den letzten beiden Jahre, sodass bis 3 Runden vor Schluss noch 7 Athleten (darunter auch Timo Benitz und ich) beisammen waren. Dies war für mich der Grund hier Initiative zu ergreifen und nach vorne zu gehen, um nicht noch abgespurtet zu werden. So gingen wir noch zu viert in die letzte Runde. 300m vor Schluss war es dann Cornelius Kangogo (KEN), der mit Victor Chumo (KEN) an mir vorbeisprinteten. Am Ende konnte ich mir doch den zweiten Platz sichern und das Ergebnis des letzten Jahres einstellen. Der Sieg ging wieder an Victor, der dieses Rennen auch verdient gewonnen hat.

 

Monte Gordo

Nach dem Silvesterlauf ging es, wie die letzten Jahre, wieder nach Portugal an die Algarve nach Monte Gordo. Hier lässt sich durch die Meeresluft und das warme Klima perfekt mit vielen anderen Nationalmannschaftsläufern trainieren. So habe ich u.a. mit Marcel Fehr, Amanal Petros und natürlich Martin Sperlich meine Läufe absolviert, also den besten 5.000m Läufern  Deutschlands. Es waren weiter noch etliche andere Kaderathleten dabei,  von  400m/Hürden bis zur Mittel-- und Langstrecke. Quasi alles was zwei Beine hat und laufen kann, trifft sich hier. Einige Franzosen, Polen, Italiener, Briten kamen ein paar Tage später dazu, weil auch ihnen das Wetter zu kalt in ihrer Heimat geworden ist. Wir hatten in Portugal wirklich optimale Bedingungen mit täglich bis zu 20 Grad.

 

Ich denke, dass dies der richtige Weg ist zusammen mit den besten deutschen Läufern zu trainieren. Gemeinsam wird man stark und wenn sich die Möglichkeit dafür schon einmal bietet, sollten wir diese auch nutzen. Außerdem lässt es sich einfacher in einer Gruppe trainieren, als alleine die harten Tempoläufe Runde für Runde auf sich zu nehmen. Auch die neuen Bundestrainer mit André Höhne und Thomas Dreißigacker waren in Portugal und so konnte der erste Kontakt aufgenommen werden. Sie begleiteten uns im Training beim Dauerlauf mit dem Rad und haben uns im Krafttraining Hilfestellungen gegeben.

 

Die ersten schnellen Läufe auf der Bahn waren noch sehr ungewohnt für den Körper. Bisher in der Saison wurde ja fast ausschließlich an der Grundlage und an mittlerer Geschwindigkeit, oder der ein oder andere Sprint absolviert. Die 400er und 300er aber beispielsweise sind schon eine Nummer höher, wenn man diese um die 59sek bzw. 43sek läuft.

Die Intervalle und Sprinteinheiten standen im Vordergrund, denn in Friedrichshafen wird es ohne Trainingsmöglichkeiten in der Halle schwierig ganz schnelle Einheiten zu absolvieren.

Morgens um 7:30Uhr ging es zur ersten Einheit (10-16km). Am Nachmittag um 15:30Uhr wurde dann eine zweite  härtere Einheit absolviert. Bei den Sprinteinheiten sah das Training wie folgt aus: 7:30Uhr Auftakt 30min. 10:30Uhr Krafttraining. 15:30Uhr Sprinttraining

 

Insgesamt war Monte Gordo wie auch bereits die letzten Jahre ein erfolgreiches Trainingslager. In ein paar Wochen, wenn die Hallensaison beginnt, weiß ich genau, wie viel es mir gebracht hat.

 

Viele Grüße Euer Läufer vom Bodensee